Mezcal
Was zur Hölle ist das?

Im Grunde ist Mezcal nichts anderes als ein Destillat der Agave. Doch dahinter steckt viel mehr als man auf den ersten Blick vermutet. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um dieses magische Elixier, das aus México einfach nicht mehr wegzudenken ist. Abgesehen von seinen sagenumwobenen magischen Kräften ist Mezcal primär für seine heilende und prophylaktische Wirkung bekannt. Nicht wenige Mexikaner trinken daher bereits zum Frühstück ein Gläschen Mezcal. Auch wenn man sich – aus medizinischer Sicht – darüber sicherlich streiten kann, zählt Mezcal zu den gesündesten Schnäpsen, die es gibt.

Während die Agave bereits seit ca. 9’000 Jahren existiert, reicht die Geschichte des Mezcals bis ins 16. Jahrhundert zurück. In vielen Dörfern gibt es zahlreiche „Mezcaleros“ wie anderenorts Metzger oder Bäcker. Die Geheimnisse des Agavenanbaus und der Herstellung von Mezcal werden von Generation zu Generation weitergegeben und verfeinert. So ist dieses Wissen seit über 100 Jahren in Jorges Familie verwurzelt. Der Vater von LÆPOCA, unser Mezcalero Jorge, hat diese Handwerkskunst von seinem Vater gelernt und dieser wiederum von seinem. Anfänglich produzierten sie lediglich für den eigenen Bedarf, bis Jorges Großvater damit begann, seinen Mezcal auch außerhalb der Familie zu vertreiben. 

Oaxaca Streetart showing a Laepoca Mezcal Cocktail.
Santiago Matatlan in Oaxaca, Mexico. Home of Laepoca Mezcal. Mezcal with me.
Cultura Mexicana

Mezcal gehört zur mexikanischen Kultur, wie die mariachi, der día de los muertos oder die tacos de fajita. Daher ist Mezcal streng reglementiert, was die Herkunft angeht. Wie Champagner aus der Champagne oder Tequila aus Jalisco, darf Mezcal nur in einem der neun von der COMERCAM zertifizierten Gebiet hergestellt UND abgefüllt werden. Dazu gehören Guanajuato, San Luis Potosí, Michoacán, Puebla und Oaxaca. Die Agave von LÆPOCA Mezcal wächst und gedeiht in Santiago de Matatlán in Oaxaca, der inoffiziellen capital del mundo del Mezcal. Hier, in der Hauptstadt des Mezcals, wird er auch in traditioneller Handwerkskunst hergestellt und unweit davon, in Villa de Etla abgefüllt und verpackt. Von dort tritt LÆPOCA Mezcal dann die Reise in die weite Welt an, um dir seine Geschichte zu erzählen und bei dir zu Hause die «vibes» von Oaxaca zu versprühen.

Agave Pinas. Needed to Manufacture Laepoca Mezcal. Mezcal with me.

Heldenhafte Agave

Eigentlich ist die Agave eine tragische Figur, wenn man bedenkt, dass sie erst nach vielen Jahren – manchmal erst nach einem Jahrzehnt – eine majestätische Blütenstaude hervorbringt, nur um nach der Blütezeit zu sterben. Wir ehren diese noble Pflanze und verleihen ihr eine Gewisse Unsteblichkeit, indem wir sie zu LÆPOCA Mezcal verarbeiten, bevor sie stirbt.

Agave Field in Oaxaca. Laepoca Mezcal is being produced hier. Mezcal with me.

Agaven gibt es in allen Farben, Größen und Formen. Die bekanntesten Sorten sind Jabalí, Tobalá und Espadín, deren wissenschaftlicher Name Agave Angustifolia lautet. Diese Variantenvielfalt spiegelt sich auch im Geschmack wider. Denn anders als Whiskey, der seinen Geschmack über die Reifung im Fass erhält, entfaltet Mezcal den natürlichen Geschmack der Agavensorte.

Die dickblättrigen Sträucher wachsen um das Herz (piña) der Pflanze herum und benötigen bis zu 9 oder 10 Jahre, um die volle Reife zu erlangen. Sobald sich der Strunk bildet, an dem später die Blüte entstehen und die Pflanze sterben würde, wird er abgeschnitten. Bis zu ihrer Ernte lässt man die Agave, die auch maguey genannt wird, noch einige Monate auf dem Feld stehen, um sicherzustellen, dass der Zucker in ihrem Herzen bleibt.